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23.07.10: Christian Brand freut sich auf weniger Verantwortung

3. Handball-Liga


 
Eine Klasse höher und als Teamspieler will sich Neuzugang Christian Brand beim Handball-Drittligisten TV Jahn Duderstadt beweisen. Angesichts der guten Stimmung bei den ersten Trainingseinheiten im Vorfeld der neuen Saison ist der bisherige Torjäger des Oberligisten HG Rosdorf-Grone überzeugt, dass er mit seiner neuen Mannschaft eine gute Serie spielen kann.

Ab sofort für den TV Jahn Duderstadt am Start: Christian Brand (rechts), hier noch im Trikot der HG Rosdorf-Grone, strebt mit seinem neuen Team einen Platz unter den ersten Acht der 3. Liga an. © CR

Zwar sei es nicht einfach, an das erfolgreiche Regionalliga-Spiel-jahr 2009/10 anzuknüpfen, aber es sei auch nicht unmöglich, meint Brand: „Ich sehe uns so bei Platz drei bis acht.“

Bei seinem alten Verein, räumt der 29-jährige Rückraumschütze auf Nachfrage ein, sei das Mannschaftsspiel schon ein wenig auf ihn als einzigen Shooter zugeschnitten gewesen. Brand: „Da hat man mir oft den Ball gegeben, aber das war auch schwer für mich, wenn ich keinen so guten Tag hatte. Ich bin froh, dass ich jetzt nicht mehr die ganz große Verantwortung tragen muss – die wird beim TV Jahn besser verteilt, der Kader ist ausgeglichener besetzt.“ Brand freut sich auf den größeren Konkurrenzkampf, herrscht doch im Duderstädter Aufgebot ein gutes Angebot an Rückraumspielern. „Konkurrenz fördert die Leistung“, betont der studierte Betriebswirt, der in der Auswahl an Akteuren aber auch einen entscheidenden Vorteil sieht: „In der 3. Liga wird es schwer, 60 Minuten durchzuspielen. Wir sind verschiedene Typen und werden uns gut ergänzen.“

Der Neu-Duderstädter ist im Rückraum groß geworden: „Ich habe auch Mitte und gelegentlich schon rechts gespielt, aber nie etwas anderes.“ Schon sein erster Trainer bei Tuspo Waldau stellte Brand bereits entsprechend auf. Der gebürtige Arnstädter, dessen Familie nach dem Fall der innerdeutschen Grenze nach Kassel gezogen war, spielte später dann für HSG Baunatal und MT Melsungen („Da habe ich mit der Erstliga-Mannschaft mittrainiert“), ehe es ihn 2005 zum Studium nach Göttingen und handballerisch zur HG Rosdorf-Grone zog. „Wir haben immer oben mitgespielt“, erinnert sich Brand an fünf schöne Oberliga-Jahre. 2008 scheiterte die HG im Titelrennen jedoch am TV Jahn, der anstelle von Brand & Co. in die Regionalliga aufstieg. „Ich habe immer gedacht, wir packen es nächstes Jahr und habe deshalb jeweils verlängert“, erklärt der Thüringer, wieso er nicht schon früher den persönlichen Absprung in die nächsthöhere Spielklasse wagte.

Der Wechsel zum ehemaligen Rivalen fiel Brand nun allerdings nicht schwer. Er empfand es als Vorteil, beim neuen Klub auf bekannte Gesichter zu stoßen: „Es wäre komischer gewesen, wenn ich keinen gekannt hätte.“ So aber habe er mit einigen seiner neuen Teamkollegen früher schon Partys gefeiert und sei jetzt auch gut im Duderstädter Mannschaftskreis aufgenommen worden, erzählt Brand, der nach Abschluss seines Studiums eine Arbeitsstelle im IT-Controlling bei der Firma KWS in Einbeck angetreten hat.

Viel Zeit für Hobbys bleibt dem Torjäger nicht. Mit seinen alten Kumpels aus Waldau spielt er ab und zu noch Beachhandball. Im Frühjahr und Sommer schwingt sich Brand manchmal auf das Motorrad, im Winter zieht es ihn zum Skifahren. Überdies ist der 1,90-Meter-Mann samt seiner 88 Kilo „Kampfgewicht“ in festen Händen, ist inzwischen auch mit seine Freundin Christina Borchert zusammengezogen. Die spielt übrigens ebenfalls Handball – für die HG Rosdorf-Grone in der Oberliga.

Quelle: Eichsfelder Tageblatt







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