Sieben Spiele trennen Handball-Regionalligist TV Jahn Duderstadt noch vom Saisonende. Der Endspurt hat es in sich, warten doch vier Spitzenmannschaften auf den derzeit Zweitplatzierten. Über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft sprach Tageblatt-Mitarbeiterin Vicki Schwarze mit dem Trainer der Duderstädter, Stephan Albrecht.
Engagiert: Stephan Albrecht, Trainer des Handball-Regionalligisten TV Jahn Duderstadt, möchte mit seinem Team in der Schlussphase der Saison noch einmal alle Reserven abrufen. Foto:Pförtner
Wie erlebten Sie den Verlauf der bisherigen Saison?
Wir haben positiv über unsere Verhältnisse gespielt, für Aufsehen in der Liga gesorgt, denn eine solche Leistung hatte uns vor Saisonbeginn glaube ich keiner zugetraut. Allerdings konnten unsere Leistungsträger den Level zuletzt nicht halten, und wir haben nicht die Besetzung, um dies zu kompensieren.
War die positive Entwicklung für Sie von Beginn an absehbar?
Die Mannschaft war von Beginn an mit Feuereifer dabei. Wir haben es uns erarbeitet, da oben zu stehen. Das Team war mit Spaß und Freunde an der Umsetzung des Zieles, 30 Punkte gegen den Abstieg zu holen, dabei.
Hat die Mannschaft Ihrer Meinung nach den Leistungszenit erreicht?
Ich werde mich vor dem nächsten Training vor die Mannschaft stellen und einen Strich unter die bisherige Saison ziehen. Wir hatten uns zwei Zielstellungen gesetzt, haben beide, nämlich das Erreichen des Final-Four – wenn wir dort auch schon im Halbfnale verloren haben – und auch den Klassenerhalt bereits sieben Spieltage
vor Ende geschafft. Wir müssen jetzt verhindern, dass wir durch die beiden letzten verlorenen Spiele und die jetzt noch anstehenden Spiele nicht den Ruhm wegschmeißen, den wir uns hart erarbeitet haben. Unsere neue Zielstellung heißt Platz eins bis vier, damit sich auch die Mannschaft noch einmal neu motivieren kann. Unser Blick richtet sich jetzt nicht mehr nach oben, sondern wir müssen schauen, was kommt von hinten.
Was bedeutet für Sie die Forderung von Rüdiger Anhuef, dem Geschäftsführer der Handball- Marketing GmbH, dass sich das
Team langfristig unter den TOP 75 in Deutschland etablieren soll?
Dies bedeutet auf jeden Fall eine Erweiterung des Kaders. Jede Position muss gleichwertig doppelt besetzt sein. Dies bedeutet aber auch, dass die Personalien, die den jetzigen Kader betreffen, bis Mitte März feststehen sollten.
Torjäger Christian Brand verlässt Oberligist HG Rosdorf/Grone zum Saisonende, möchte höherklassig spielen. Spielt er in Ihren
Überlegungen eine Rolle?
Nein, weder für die Mannschaft noch für mich ist Brand ein Thema.
Wie sieht Ihre persönliche Ausrichtung aus, was erwarten Sie noch von der Mannschaft?
Ich erwarte, dass wir an der neuen Zielstellung erfolgreich arbeiten, sich jeder in den Dienst des Ziels stellt und jeder Spieler wieder anfängt, diszipliniert seine Rolle zu spielen. Darüber hinaus wünsche ich mir natürlich, dass schnell geklärt wird, welche Spieler bleiben, um auch selbst Klarheit zu haben, inwieweit man sich auf
bestimmten Positionen nach geeigneten Spielern umschauen muss. Denn eines ist klar, um die Vorgaben zu erfüllen, muss der Kader in der Breite und in der Tiefe verstärkt werden. Ich bin in einem persönlichen Gespräch von Rüdiger Anhuef gefragt worden, ob ich weitermachen würde, und ich habe spontan ja gesagt. In diesem Gespräch sind verschiedene Punkte angesprochen worden, wie beispielsweise eine
Unterstützung bei der täglichen Arbeit in Form eines Co-Trainer.
Wie zufrieden sind Sie mit der Unterstützung durch die Zuschauer?
Ich bin sehr angenehm überrascht. Die Fans kommen, wenn man positiv in der Serie steht, sie kommen aber auch in einer Phase, in der es nicht so gut läuft.
Quelle:
Eichsfelder Tageblatt