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03.03.10: Anhuef will TV Jahn zu Top-75-Team machen

Ziel: In Spitzengruppe der Handball-Regionalliga etablieren / Über Aufstieg später nachdenken


 
Duderstadt. „TOP 75“ heißt das neue Projekt, das Rüdiger Anhuef, Geschäftsführer der Duderstädter Handball-Marketing GmbH, angeschoben hat. „Wir wollen unsere Handballmannschaft nachhaltig unter den 75 besten Handballteams Deutschlands etablieren“, erklärt Anhuef, welches Ziel er sich gemeinsam mit seinem Mitstreiter Wolfgang Feike für die Regionalliga-Sieben des TV Jahn Duderstadt in den kommenden Jahren gesetzt hat.

Das tut weh: Auch Torjäger Dennis Knudsen fand gegen den TV Neerstedt nicht seine Form. Foto:Tietzek

Wenn der TV Jahn dauerhaft zu den 75 besten deutschen Mannschaften gehören soll, bedeutet dies, dass er auch in Zukunft mindestens in der Spitzengruppe der Regionalliga spielen muss. Dafür will Anhuef zusammen mit Feike jetzt die wirtschaftlichen Voraussetzungen schaffen. Und so startet die GmbH das Projekt „TOP 75“ mit einem Flyer, in dem die sportlichen Erfolge des TV Jahn in den vergangenen zwei Spielzeiten dargestellt werden. Mit dieser Broschüre will Anhuef in die Sponsorengespräche für die nächste Saison gehen. Von den beiden Hauptsponsoren (Sparkasse Duderstadt, Flippothek), freut sich der Geschäftsführer, habe er bereits die Zusage erhalten, dass diese den TV Jahn weiterhin fördern wollten. Die Gespräche über den Verbleib von Spielern und Trainer Stephan Albrecht beim TV Jahn hat Anhuef nach eigenen Angaben bereits eingeläutet. „Außerdem sehen wir uns nach Verstärkungen um“, versicherte er. Namen oder Erfolgsmeldungen gebe es bislang noch nicht, teilte der Geschäftsführer mit. Sollte der derzeitige sportliche Erfolg der Jahn-Sieben anhalten und aus dem aktuellen zweiten sogar noch der erste Platz in der Regionalliga Nord werden, erklärte Anhuef, müsse man sich überlegen, ob man den Aufstieg in die 2. Bundesliga wagen wolle. „Diese Frage wird dann beantwortet, wenn sie sich konkret stellt – und zwar ganz im Lichte unseres Zieles TOP 75“, bekräftigt Anhuef. Das korrigierte Saisonziel für die laufende Serie, unterstreicht der Geschäftsführer, laute ab sofort Platz eins bis vier. Anhuef: „Unser sportlicher Ehrgeiz ist ungebrochen – wir setzen weiterhin alles daran, um am Ende ganz oben zu stehen.“ Mit dieser Aussage wendet sich der Duderstädter gegen Meldungen nach der jüngsten 32:25-Niederlage gegen den TV Neerstedt, denenzufolge der TV Jahn das Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten absichtlich verloren habe, weil man nicht aufsteigen wolle. Dies stimme ebenso wenig wie die Darstellung in auswärtigen Medien, das Eichsfeldteam sei gegen den Gast aus dem Norden mit einer besseren Jugend- oder Nachwuchsmannschaft angetreten. Anhuef: „Wir haben sehr wohl mit der ersten Garnitur gespielt.“ Von der Leistung der ersten Sieben und der gesamten Truppe gegen den TV Neerstedt, hebt der Geschäftsführer hervor, sei er „sehr enttäuscht“ gewesen. Obwohl die Jahn-Handballer vorher ausdrücklich
davor gewarnt worden seien, den kampfstarken Gegner nicht zu unterschätzen, hätten die Spieler genau dies getan. Die Fehlwurfquote sei zu hoch gewesen, und die Abwehr – das sonstige Prunkstück – habe nicht gestanden, bemängelt er: „18 Gegentore in einer Halbzeit haben wir bisher nicht kassiert.“ Anhuef: „Die Mannschaft hat es nicht verstanden, kämpferisch dagegenzuhalten. Ich möchte das so nicht mehr sehen, und das weiß die Mannschaft auch.“ Kampfgeist fordert Anhuef bereits für den nächsten Sonntag, wenn in Springe das Final Four um den HVN-Pokal steigt. Gerade das Halbfnale gegen den Verbandsligisten MTV Soltau (11 Uhr) müssten die Jahner ernstzunehmen, mahnt er. Im Erfolgsfall geht es im Endspiel (16.30 Uhr) gegen HF Springe oder Lehrter SV.
VON MICHAEL BOHL

Spruch des Tages

Ich war sehr enttäuscht, und die Enttäuschung hat auch über das Wochenende angehalten. Rüdiger Anhuef, Geschäftsführer der Duderstädter Handball Marketing GmbH, über die unerwartete Heimniederlage des TV Jahn gegen den TV Neerstedt



Quelle: Eichsfelder Tageblatt







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